Projekt PKA27


Ausbau des Flughafens Prag-Kbely: Weg in eine neue Ära

Der Flughafen Prag-Kbely, einer der wichtigsten Luftfahrtstandorte in Mitteleuropa, befindet sich mitten in einer großangelegten Erweiterungsphase. Die Planungsarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren, um die Fertigstellung bis Ende 2027 sicherzustellen. Bereits jetzt werden Flächen erschlossen, Straßen asphaltiert und die vorbereitenden Arbeiten für den symbolischen Spatenstich der neuen Satellitenterminals laufen an.



Warum der Ausbau notwendig ist

In den kommenden Jahren wird der Flughafen an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Schon vor der Inbetriebnahme des heutigen Terminals war klar, dass eine Erweiterung mittelfristig notwendig sein würde. Der nun gestartete Ausbau soll diese Entwicklung auffangen und gleichzeitig den weiteren Wachstumskurs der Peak Aviation Group unterstützen.

Mit der geplanten Erweiterung steigt die jährliche Passagierkapazität um 27 Millionen auf künftig 69 Millionen Fluggäste. Damit sichert sich Prag-Kbely langfristig seine Position als einer der führenden Verkehrsknotenpunkte in Zentraleuropa.


Was entsteht: Neue Terminals, Hangars und Infrastruktur

Das bestehende Hauptterminal mit den Abflugkorridoren A, C und E wird durch zwei neue Satellitenterminals ergänzt, die künftig die Korridore B und F aufnehmen. Zudem entsteht im Wartungsbereich ein zusätzlicher Hangar, der Platz für zwei Narrow-Body-Flugzeuge bietet. Zusammenfassend wird die luftseitige Infrastruktur folgendermaßen ausgebaut:

  • Satellitenterminal (B: Kapazität 12 Mio.)
  • Satellitenterminal (F: Kapazität 15 Mio.)
  • Neue Parkpositionen für 54 Narrow-Bodies oder 17 Widebodies
  • Erweiterte Rollwege und Vorfeldflächen
  • Hangar III der UNIQ Maintenance 
  • Modernisierte Versorgungs- und Logistikanlagen

Diese Maßnahmen sorgen nicht nur für mehr Kapazität, sondern auch für eine effizientere Abfertigung und kürzere Bodenzeiten.


Nutzung der neuen Infrastruktur

Nach Abschluss des Ausbaus werden die neuen Terminals klar strukturiert genutzt:

  • Korridor A und B: Exklusiv für Flüge der Peak Aviation Group und UNIQ-Flüge

  • Korridor C und F: Für alle weiteren Flüge, darunter Non-Schengen- und Langstreckenverbindungen

  • Korridor E: Bleibt weiterhin den Low-Cost-Carriern vorbehalten

 

Damit entsteht ein klar gegliedertes Terminalsystem, das sowohl Premium- als auch Massenverkehr optimal bedient.


Bedeutung für die Peak Aviation Group

Die neuen Kapazitäten eröffnen der Peak Aviation Group erhebliche Wachstumschancen. Im Zuge des Ausbaus kündigte die Airline bereits die Bestellung von 16 Airbus A320neo sowie 10 Airbus A350-900 an.

 

Mit dieser Flottenstrategie positioniert sich Peak Aviation klar als europäischer Hub-Carrier, der Prag-Kbely zu einem der Top-10-Drehkreuze Europas entwickeln will.


Ausblick: Prag-Kbely als Modellprojekt moderner Flughafenentwicklung

Mit dem laufenden Ausbauprojekt zeigt sich Prag-Kbely als Beispiel für vorausschauende Infrastrukturplanung. Die Verbindung aus moderner Terminalarchitektur, nachhaltiger Logistik und klarer Ausrichtung auf Effizienz und Wachstum macht den Flughafen zu einem zentralen Zukunftsprojekt für die tschechische Luftfahrt und darüber hinaus.